Lifestyle

Die innere Stimme – Part 2

Erklärungen zu den 5 Punkten…

1. Deine Innere Stimme ist Weise

Klar, dem Herz folgen oder das Herz sehen lassen, kann man schnell mal als Schwachsinn sehen. Da muss erst mal nichts dran sein. Ist es aber. Dafür gibt es wissenschaftliche Beweise und Erfahrungswerte von Menschen verschiedenen (Herz-)Schlags.

Wusstest Du, dass Dein Herz nicht nur eine eigene Hormonfabrik hat, sondern auch ein eigenes kleines Nervensystem – ein eigenes Gehirn, das selbst wahrnimmt, sich verändert, während es Erinnerungen speichert und das Gehirn im Kopf und den gesamten Körper beeinflusst? Das Herz nimmt wahr und fühlt – ganz eigenständig.
Hinweise aus der Forschung gibt es also durchaus dafür, dass die Stimme des Herzens existiert.

Nun mag Dein Herz etwas sagen, Dir einen Traum offenbaren, der ungewöhnlich ist. Unsere Mitmenschen sagen dann vielleicht: „Das geht so nicht“ oder „Das bringt doch so nichts“ … oder wir selbst denken: „Ich sehe keinen Sinn in dem was mein Herz spricht“. Dann müssen wir manchmal einfach durch diese Zweifel hindurchgehen und vertrauen auf das was kommen mag. Auch wenn unser Verstand etwas anderes sagt und rebelliert.
Wenn es sich richtig anfühlt, tue es.

2. Deine innere Stimme wird umso lauter und weiser, je öfter Du auf sie hörst

Die wichtigen Lektionen des Lebens gibt’s nicht im Second-hand-Laden der Erfahrungen anderer Leute. Du kannst dasselbe tun wie der letzte der es versucht hat – und das schaffen, woran er gescheitert ist. Weil Du einzigartige Voraussetzungen hast, oder weil die Zeit eine andere ist.
Je mehr Erfahrungen wir machen, je häufiger wir mutig unserer inneren Stimme trauen und folgen, umso mehr wird sie geschult und umso mehr schulen wir uns darin, auf sie zu hören.

Andersherum spricht das Herz leiser und leiser mit jedem Jahr, in dem wir es vernachlässigen und nur tun, was von uns als Arbeitsmaschinen und reibungsfrei funktionierende Mitmenschen erwartet wird. Dass es leise spricht und wir es kaum wahrnehmen können heißt also, dass wir erst recht auf es hören sollten, wenn wir nicht noch länger warten und uns das Herz brechen wollen.

3. Glücklich oder unglücklich macht, was wir selbst tun – oder uns antun

Wir spulen vor: Du bist 100 Jahre alt und liegst im Sterbebett im Krankenhaus. Die Tür geht auf und wer tritt herein? Erst eine Musikkapelle, dein alter Chef und alle Leute, denen Du Dein Leben über gedient hast. Vorbildlich. Ernst. Vernünftig. Fleißig. Angepasst. Du selbst weißt: Du hast nicht Dein eigenes Leben gelebt. Nicht das gemacht, was Du liebst. Der Chef tritt an Dein Bett und hängt eine Medaille um Deinen Hals. Du bist der Mitarbeiter des Jahrhunderts geworden! Die Blasmusik setzt ein und alle deren Erwartungen die Du immer schön erfüllt hast, nach denen Du Dich gerichtet hast, geben Dir die Hand. Dir kommen die Tränen.
Sind es Tränen der Freude oder Tränen der Reue?

Wie viel äußere Anerkennung wir auch bekommen, sie reicht nicht … Sie reicht nicht heran an das Gefühl stolz auf uns selbst zu sein, weil wir getan haben was wir für richtig und wichtig hielten.

4. Die meisten Leute haben keine Ahnung, von was Sie reden

Angenommen, Du läufst eines Abends am Zürcher Bahnhof vorbei und dort liegt ein Junkie auf dem Boden. Seine Klamotten sind schmutzig und stinken. Mehrere Nadeln ranken aus seinen Armen, der arme Kerl sieht aus wie ein Kaktus. Du sprichst ihn an, weil Du mal Feuer für Deine Zigarette brauchst. Er teilt Dir mit, dass rauchen echt schlecht sei, er Dir aber helfen könnte Deine Sucht zu überwinden und dann gibt er Dir den Sucht-Überwindungs-Tipp seines Lebens. Würdest Du auf seine Worte hören?

Bestimmt nicht. Weil er offensichtlich keinen blassen Schimmer hat, wovon er redet. Das Bild, das er abgibt, spricht viel lauter und wahrer als seine Worte. Er wollte sich wichtig fühlen, eventuell wollte er Dich auch von Deinem Weg abbringen.

Im Alltag hören wir jedoch sehr oft auf den Bullshit der Leute um uns herum, obwohl wir doch sehen, dass sie nicht dort sind wo wir hinwollen. Die dicke Freundin und ihre Ratschläge für ein gesünderes Leben. Die Vermögensberaterin aus der Bank, die uns was erzählen will von Finanzen, obwohl sie viel weniger Geld hat und verdient als wir. Der angestellte Kollege, der seinen Job seit Jahren hasst und unglücklich ist, weil er nie gewagt hat, sein eigenes Ding zu machen – uns aber rät, bloß keine Risiken einzugehen und uns selbstständig zu machen. Der abgehetzte Manager, der uns sagt wir müssen Karriere machen. Und so weiter…. Vielleicht fühlen wir uns dadurch bestätigt, nichts ändern zu müssen oder finden es bequem, nicht selbst nachdenken zu müssen. Bullshit bleibt Bullshit.

Und selbst wenn Dir jemand seinen profunden Rat geben kann, weil er selbst erreicht hat, wovon Du träumst: Sein Rat muss für Dich nicht funktionieren. Zu unterschiedlich sind unsere Herkunft, unsere Wege, unsere Stärken und Schwächen, Prinzipien und Werte, Ängste und Leidenschaften.

5. Es ist Dein Leben – vielleicht Dein einzigstes

Wir spulen erneut vor ins Krankenhaus, Sterbebett, 100 Jahre alt. Dieses Mal spielt die Musikkapelle in Dir, Dein Herz singt. Du fürchtest den Tod nicht, weil Du Dein Leben nicht gefürchtet, sondern wirklich gelebt hast. Du weißt, dass Du hier und da angeeckt bist, doch Du weißt auch, dass dies ein Teil Deines Abenteuers war.
Niemand kann Dir die Entscheidung abnehmen, ob Du auf Deine innere Stimme hörst oder auf die Stimmen der anderen Leute und Deiner eigenen Zweifel.

Aber wie auch immer Du Dich entscheidest: Dir bleibt Tag zu Tag weniger Zeit….

Denn du weisst nie, wann du diese wunderschöne Erde verlassen wirst und je wieder zurück kommen wirst! In diesem Körper, diesem Leben auf keinesfalls. Aber vielleicht in einem nächsten Leben und dein Herz, deine Seele, deine Intuition wird in das neue Leben mitkommen und vielleicht im nächsten leben das vollbringen was du in diesem Leben leider nicht geschafft hast!

Leave a Response